Advent im Corona-Jahr

Kategorie: Aktuelles
Unser aller Engagement des Monats Dezember 2020:
Abstand - Händewaschen - Maske tragen.

Das ist uns schon in Fleisch und Blut übergegangen. Und wenn man es zu keiner großen Ansammlung von Freunden und Familienmitgliedern kommen lassen soll und will, um mögliche Übertragungen von Viren zu vermeiden, dann muss man sich den Advent in diesem besonderen Jahr gut einteilen.

Heute trinke ich mit einer alten Dame Kaffee und wir schneiden einen ihrer selbst gebackenen Stollen an. Sie lebt völlig allein, weit abgeschieden vom nächsten Nachbarn und sie wird es in diesem Jahr auch nicht belebter bekommen, denn ihr Sohn wohnt im europäischen Ausland, das gerade die Grenzen völlig abschottet. Sie wird ihren Enkelsohn nur über das Handy sehen, denn immer mal wieder erhält sie ein Video und sieht, wie er durch Laub rennt, auf Spielplätzen tobt und lachend seiner Oma über das Smartphone zuwinkt. 

Eine zweite Patenschaft pflege ich mit einer syrischen Wissenschaftlerin. Auch wenn sie drei Kinder hier in Deutschland hat, ist es schwierig, nicht so viel allein zu sein. Für sie reserviere ich in jeder Woche ein paar Stunden Krankenbesuch in der Uniklinik.

Vielleicht noch ein Spaziergang pro Woche mit einer Gartenfreundin. Viel lesen.

Erst seit ich im Bürgerhafen bin, kenne ich den "Anderen Advent" und erfreue mich der vielen guten Texte, die z. B. der Band FREUDE enthält. Ein roter Faden zieht sich hindurch: Alle Texte zeugen von der Freude, die sich einstellt, wenn wir mitten im Alltag ganz unerwartet einen Sinn hinter allem entdecken. Wenn wir erkennen, dass wir Teil eines großen Ganzen sind.*

Ich wünsche Ihnen die Gelassenheit, auch diese Phase unseres Lebens gut zu überstehen. Gesundheit und Frohsinn sei auch mit dabei... Ihre Monika Meyer-Klette

*(Aus dem Vorwort, Schätze aus 20 Jahren "Der Andere Advent")