Engagement des Monats - SilverSurfer

Kategorie: Aktuelles

Ich lernte 2017 die SilverSurfer aus dem Bürgerhafen Greifswald kennen. Durch den Leiter der Arbeitsgruppe Herrn Bath erfuhr ich von dem Projekt „Digitale Medien“  und wie die SilverSurfer in Greifswald aktiv sind.  Sie bieten Menschen der Generation 50+ Hilfestellung und Beratung in allen digitalen Belangen an. Fehlermeldungen, Bedienungsunsicherheiten, Neuerungen und unklare Fachbegriffe verunsichern viele ältere Nutzer. Die Neugier und das Interesse von Senioren an der Nutzung digitaler Medien sind sehr groß. Um mit der Familie Kontakt zu halten oder Ihren Lebensalltag etwas zu erleichtern, wollen sie mehr über den Umgang mit der digitalen Technik wissen. Für Ihre Fragen soll in lockerer Atmosphäre eine Lösung gefunden werden. Die SilverSurfer stehen den Senioren beim Erfahrungsaustausch zur Seite, um bei Ihren Nutzerfragen über Notebook, Tablet bzw. Smartphone zu helfen. Bei diesen Treffen habe ich schnell feststellen müssen, dass es nicht nur um die Frage der Bedienbarkeit von Geräten und die Nutzung von Apps und Programmen geht. Es geht auch um den sicheren Umgang mit den digitalen Medien. So liegt oftmals mein Schwerpunkt darin, den Senioren auch die Nutzung digitaler Medien unter  dem Aspekt der Sicherheit im Internet zu erklären. Der Umgang mit Mails, Passwörtern verbunden mit dem Wissen über Gefahren im Internet beim Kauf von Waren, Urlaubsbuchungen, Geldgeschäften sollte durch ein gesundes Misstrauen wach gehalten werden. Auch die Handhabung mit den Sozialen Medien wie Facebook, Twitter, WhatsApp, Instagram, Pinterest und Skype will gelernt sein. Hier den Senioren eine sichere Medienkompetenz zu vermitteln und ihnen Alternativen aufzuzeigen ist mein Anliegen. Ich möchte ihnen die Nutzung und Handhabung digitaler Medien so nahe bringen, dass sie keine Angst vor der neuen Technik haben müssen. Sie sollen Lebensfreude und Lust verspüren, ein Smartphone oder Tablet zu benutzen. Es schützt vor Vereinsamung und hilft den älteren Menschen den Kontakt zu ihren Kindern und Enkeln aufrecht zu erhalten, neue Kontakte zu knüpften und die kognitiven Fähigkeiten nicht verkümmern zu lassen. Ihrer eigenen Kreativität im Umgang mit digitalen Medien können sie freien Raum lassen z. B. bei der Erstellung von Reiseberichten und Fotobüchern. Wenn die Senioren sich aus unseren Kursen und Treffen  mit leuchtenden Augen und einem Lächeln verabschieden und „bis zum nächsten Mal“ rufen, wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Der Weg von der analogen zur digitalen Welt hat begonnen und ist nicht mehr aufzuhalten. Es liegt an uns, wie sicher und angstfrei wir damit umgehen.

Klaus-Peter Pretor (67)

Klaus-Peter Pretor Foto: Henry Dramsch