Demenz

Kategorie: Soziales/Gemeinsames für Jung und Alt

Der Bürgerhafen beteiligte sich mehrere Jahre am bundesweiten Projekt „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“ mit verschiedenen Informationsveranstaltungen, Filmvorführungen, Podiumsdiskussionen und Aufklärung und Schulungen. Auch weiterhin können Angehörige demenziell Erkrankter im Bürgerhafen Beratung und Unterstützung erfahren. Außerdem bieten wir regelmäßig Weiterbildungsveranstaltungen für Pflegepersonal und Angehörige an.

Ein Ehrenamtlicher des Bürgerhafens ist in Einrichtungen für dementiell erkrankte Menschen mit Lese- und Singenachmittagen aktiv. Im Senioren- und Wohnzentrum sowie in der Tagespflege am botanischen Garten findet jeden Monat das Geschichten erzählen für Menschen mit Demenz statt. Der inhaltliche Schwerpunkt ist die Aktivierung persönlicher Erinnerungen durch das Erzählen kleiner Episoden, Gedichte oder von Kurzgeschichten. Jeder Monat hat ein spezielles Thema.

Der Treffpunkt Kirche in der Lomonossowallee lädt ein zur persönlichen Beratung und Information an jedem zweiten und vierten Donnerstag im Monat von 14.00 Uhr - 16.00 Uhr in die Lomonossowallee 55. Die Angehörigengruppe „Vergiss mein nicht“ trifft sich jeden 4. Donnerstag ab 14.30 Uhr.

In Kooperation mit drei Pflegeeinrichtungen des Pommerschen Diakonievereins e. V. wird seit September 2019 ein offenes Demenz-Atelier angeboten. Unter dem Titel "Die Kunst des Erinnerns" entsteht ein offenes Atelier zum Ausprobieren, Kreativsein und Teilhaben. Das Angebot richtet sich an Erkrankte und Angehörige, die jeweils individuell davon profitieren können, will aber auch Raum für positive gemeinsame Erlebnisse schaffen. So bietet das künstlerische Angebot eine Grundlage, um selbstwirksam aktiv zu werden, sich auszudrücken und – vielleicht verloren gegangen geglaubte – Ressourcen zu reaktivieren. Es ist zudem eine kreative Auszeit, die insbesondere pflegenden Angehörigen Kraft geben soll. Durch die nonverbale Kommunikation, die Kunst ermöglichen kann, und einen Rahmen, in dem Angehörige Verantwortung und Betreuungsaufgaben abgeben können, werden wieder Begegnungen auf Augenhöhe möglich. Das Projekt wird gefördert von Hand in Hand für Norddeutschland über die Deutsche Alzheimer Gesellschaft in Mecklenburg-Vorpommern, von der Deutschen Stiftung für Demenzerkrankte
– Wilhelm von Lauff-Stiftung – und der Bürgerstiftung Vorpommern.